Der KLS-Filter: wenn aus einer Herausforderung eine Lösung für die Trinkwasserversorgung in den Bergen wird
Der KLS-Filter, eine vom Ingenieurbüro RWB und dem Unternehmen Etertub entwickelte Langsamfiltrationstechnologie, hat sich heute als Referenzlösung für die Trinkwasserversorgung an abgelegenen Standorten etabliert. Das System kommt ohne Strom und Chemikalien aus und hat sich bereits auf drei Kontinenten bewährt. Ein Blick zurück auf eine Erfolgsgeschichte, deren Entwicklung durch die BlueArk Challenge im Jahr 2021 entscheidend vorangetrieben wurde.
Dank der BlueArk Challenge, dem von BlueArk ins Leben gerufenen Innovationswettbewerb, konnte die bereits bewährte Langsamfiltrationstechnologie an die spezifischen Bedürfnisse von Alpbetrieben, Berghütten und anderen schwer zugänglichen Standorten angepasst werden.
Die technische Herausforderung war anspruchsvoll: Es galt, die bewährten Eigenschaften des ursprünglichen KLS beizubehalten und gleichzeitig ein kompaktes, vollständig autonomes System zu entwickeln. Kein Strom, keine Chemikalien: Der Filter sollte ausschliesslich durch Schwerkraft funktionieren – eine erhebliche Einschränkung für eine Anlage dieser Art.
Erste erfolgreiche Praxistests
Nach der Validierung des Konzepts wurden in den vergangenen Jahren Tests unter realen Bedingungen durchgeführt. Ein erster Prototyp wurde auf der Alp Giétro in der Gemeinde Val de Bagnes erprobt. Die Ergebnisse waren sehr vielversprechend, insbesondere hinsichtlich der Verringerung der Trübung und der bakteriellen Belastung des aufbereiteten Wassers.
Seit diesem ersten Test wurde der Mini-KLS kontinuierlich weiterentwickelt. Die Konstruktion wurde vereinfacht und modular aufgebaut, während gleichzeitig der Platzbedarf und das Gewicht des Systems reduziert werden konnten. Heute kann die Anlage durch die Kombination mehrerer Module bis zu 600 Liter Trinkwasser pro Tag produzieren.
Eine seit über 20 Jahren bewährte Technologie
Auch wenn der Mini-KLS eine noch junge Innovation ist, hat sich die zugrunde liegende Langsamfiltrationstechnologie bereits umfassend bewährt. Seit 2002 kommt der KLS-Filter weltweit in unterschiedlichsten Umgebungen zum Einsatz:
- Schweizer Alpbetriebe
- Berghütten des Schweizer Alpen-Clubs, wie die Cabane des Violettes
- Landwirtschaftsbetriebe im Jura
- Schulen in Afrika
- Dörfer in Kirgisistan
Die Bilanz spricht für sich: 30 Anlagen auf drei Kontinenten und 20 Jahre zuverlässiger Betrieb. Jede neue Anlage bestätigt aufs Neue, dass eine gut konzipierte Langsamfiltration überall und dauerhaft funktioniert.
„BlueArk freut sich, einen bescheidenen Beitrag zum Erfolg dieses Filters geleistet zu haben und vor allem dazu beizutragen, eine praktische, umweltfreundliche und wirtschaftliche Lösung für die Wasseraufbereitung an abgelegenen Standorten anzubieten“, erklärt Anyssia Bovier, Koordinatorin der BlueArk Challenge.
Weitere Informationen: kls-filter.ch
